| Datum | 01.02.2015 |
| Publikationstyp | Artikel & Beiträge |
| Verlag | hochparterre |
| Herausgeber | hochparterre |
| Text | Ivo Bösch |
Was um Herrgotts Willen ist ein Haus der Gegenwart, haben sich wahrscheinlich auch viele am Anfang des Wettbewerbs gefragt. Kein Museum, schrieb die Stiftung Stapferhaus den Architekten ins Programm. Eher ein Haus im Messebaustandard, das die Ausstellungen zu Gegenwartsthemen aufnehmen soll. Hörte man der Stiftung zu, dann wollten sie am liebsten wieder ein Haus, wie sie es jetzt schon benutzen: ein altes Zeughaus. Das ist zwar ein nicht isolierter Schuppen, lässt sich aber bestens für jede Inszenierung umbauen. Malen, sägen, Treppen und Eingänge verschieben, Löcher in die Fassade schneiden – das verträgt die Lagerhalle, weil sie irgendwann sowieso einer neuen Bebauung weichen muss. In den drei Monaten des Ausstellungsaufbaus liegen die Bohrmaschinen um das Haus herum – ein Basteln im guten Sinn, stimmungsvoll und mit viel Engagement.

