Médecins Sans Frontières
0358

Centre opérationnel

Wettbewerb 2017

Quartier des Nations
1211 Genf

Der Standort für das neue Operationszentrum von Ärzte ohne Grenzen MSF liegt im «Quartier des Nations» im Nordosten der Stadt Genf. Das Quartier bietet grosse landschaftliche Qualitäten, ist jedoch durch eine geringe städtische Dichte und eine Zersplitterung des Territoriums gekennzeichnet. Diese gilt es aus städtebaulicher Sicht umzustrukturieren und weiterzuentwickeln. Mit dem geplanten Gebäude erhält MSF ein offenes und transparentes Haus mit repräsentativem Charakter. Die einfache Struktur mit einem modularen Holzsystem gewährleistet ein hohes Mass an Flexibilität bei der Anordnung des Raumprogramms.

Das Bauwerk organisiert sich um ein zentrales, lichtdurchflutetes Atrium, welches alle Geschosse zusammenbindet. Im Erdgeschoss sind die öffentlichen Funktionen wie Empfang, Cafeteria, Auditorium, Ausstellungsräume und die Agora angesiedelt. Auf den Etagen 1, 2 und 3 befinden sich offene und in ihrer Grösse variable Büroräumlichkeiten. Die Stockwerke 4 und 5 beherbergen Krisenzellen mit angrenzenden Büros. Diese MSF-spezifischen Räume sind für Koordinations- und Ausbildungszwecke sowie den Austausch mit Partnerstaaten während Operationen in Krisengebieten konzipiert. Die Stockwerke 6 und 7 enthalten Büroflächen vergleichbar mit den ersten drei Etagen. Eine grosszügige Cafeteria auf dem obersten Geschoss bietet Mitarbeitenden und Besuchern eine zusätzliche Begegnungszone, und die Aussenterrasse eröffnet einen attraktiven Panoramablick auf den Salève.

Die Holzverkleidung der Fassade vermittelt die innere Konstruktion des Gebäudes nach aussen. Holz-Metall-Fenster verleihen dem Erscheinungsbild einen warmen Ton, unterstützt durch einen differenzierten Einsatz von farbigen Stoffjalousien, welche die Mission von MSF programmatisch kommunizieren. Die unterschiedlichen Farben und Muster der Textilien repräsentieren die verschiedenen Kulturen und das weltumspannende Netz von MSF. Im Sinne einer nachhaltigen Bauweise wird mehrheitlich einheimisches Nadelholz verwendet. Wärmepumpen, gespiesen mit Wasser aus dem Genfersee, decken den Wärmebedarf des Gebäudes.